01.12.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Samstag, 1. Dezember 2012: Buenos Aires / Argentinien – Iguacú Wasserfälle / Argentinien

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Irgendwie bin ich heute nach energischem Weckerklingeln superfrüh, ich schätze mal vor 05.00 Uhr mühsam aufgewacht. Auch Rémy ist noch total müde. Wir schaffen es aber irgendwie, mit Anstand die Morgentoilette hinter uns zu bringen und zu packen um anschliessend mit unseren Iguazú-Reisegefährten zu frühstücken. Das Caesar Park Hotel hat tatsächlich so früh für uns etwa 20 Personen das volle Programm, inklusive dem ganzen Eierzauber aufgefahren. Ich sitze dann etwas ratlos und ohne Hunger da, bin aber begeistert, dass andere das volle Programm runterbringen.  Der Kaffee ist super.
Um 07.20 Uhr startet unser Flieger nach Iguazú und Frederic, der seit Montevideo scheinbar unser Kreuzfahrtberater auf der MS Bremen war, ist nun für uns zuständig. Aber Frederic ist für mich der Mann dem ich ein Polo-Shirt in der MS Bremen-Boutique abkaufte und der immer auf Deck 3 beim Ein- und Ausbooten behilflich war. Ein absolut liebenswerter Mensch. Und was uns ganz speziell freut, Irene und Pit gehören zu unserer Reisegruppe.
Da wir alle nur Handgepäck dabei haben, ist das Einchecken keine grosse Sache. Das grosse Gepäck wird im Caesars Park Hotel für uns zwischengelagert. Der Flug in’s ca. 1200 km entfernte Iguazú ist gut. Ausser, dass viele Plätze doppelt vergeben sind, da zwei Flüge zusammengelegt wurden und wir in Iguazú eine gefühlte Stunde sinnlos auf der Landebahn herumstehen. Bei abgeschalteter Klimaanlage. Na ja, solange kein anderer Flieger landen will geht das ja noch.
Abgehholt werden wir von Nani, unserer örtlichen Reiseleiterin, die uns heute und morgen zusammen mit Frederic betreut. Eine Superfrau, kompetent und sehr lustig. Mit dem Bus fahren wir in’s Sheraton, dem einzigen im Nationalpark liegenden Hotel. Auf argentinischer Seite. Unsere Zimmer sind noch nicht bereit. Ein Zimmer bekommen wir aber und zuerst ziehen sich die Männer dort um und dann wir Damen. Es ist nämlich sehr heiss. Rémy muss im Hotelshop noch Badehosen kaufen, da er seine in Buenos Aires vergessen hat. Vom Hotel aus machen wir alle gemeinsam einen Spaziergang  zum Zug, besser gesagt zum Züglein, das uns nahe zu den Wasserfällen bringt. Von der Endstation aus laufen wir über supergepflegte Brücken, Stege  und Wege zur „Garganta del Diablo", dem spektakulären Schlund des Teufels. Hier schaut man direkt von oben wie sich das Wasser tosend in die Tiefe stürzt. Unglaublich kraftvoll, eindrücklich und laut. Und die Gischt verschafft uns eine willkommene Abkühlung. Zurück im Hotel müssen wir uns beeilen, da Frederic, Professor Doktor Hans, Rémy und ich eine Dschungeltour mit anschliessendem Speedbootfahren auf dem Fluss gebucht haben. Die Speedbootfahrt ist sensationell. Nachdem wir eine Schwimmweste und einen grossen verschliessbaren Beutel gefasst haben geht es los. Scheinbar kann ich nicht mehr ohne Schwimmwesten leben. So motoren wir den Fluss hoch und merken unter unserem Hintern, wie viel Kraft das Boot braucht um gegen die Strömung zu fahren. Ab und zu kriegen wir einige Wasserspritzer ab und ich finde, dass das gar nicht so schlimm ist. Alle haben behauptet, dass man da echt nass wird und wir sollen die Badehosen anziehen und keine Kleider. Ein Kameramann, der eine DVD für die Gäste an Bord dreht ist auch dabei. Ich schaue ihm fasziniert zu, wie er sich und seine Kamera irgendwann komplett wasserdicht einkleidet. Südamerikaner sind echte Weicheier denke ich. Und dann wird gesagt, alles was trocken bleiben soll ab in den wasserdichten Beutel. Ja also, so empfindlich bin ich ja nun auch wieder nicht und belasse mich so wie ich bin. Rémy verstaut seine kleine Kamera in der Tüte. Bis dahin konnte man ja super fotografieren. Aber jetzt geht’s wirklich zur Sache. Der Bootsführer fährt doch tatsächlich frontal in einen  Wasserfall hinein und binnen einer Sekunde sind wir alle klatschnass und das was ich meine Frisur nenne ist auch hinüber. Für Minuten schreien wir nur noch und lachen. Nach diesem Höllenritt haben wir dann einen ziemlich langen Heimweg zu Fuss ins Hotel, da die Abkürzung schon geschlossen ist. Der Park macht nämlich pünktlich um 17.00 Uhr zu. Immer noch pitschnass laufen wir durch die Hotellobby, aber da wundert sich keiner. Die kennen das. Rémy geht  noch im Swimmingpool baden, obwohl es gewittert und ich gönne mir eine lange Dusche mit Frisuraufbau. Nach einem hervorragenden Abendessen in Büffetform haben Frederic, Rémy und ich die fantastische Idee, die gesamten Caipirinha Bestände des Hotels zu vernichten. Irene und Pit sind, meine ich mich zu erinnern, vernünftig und bleiben beim Wein.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!



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