21.11.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Mittwoch, 21. November – Auf See - Kurs Elephant Island
Südliche Shetlandinseln / Britisches Überseegebiet

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Entgegen dem Programm nun die Süd-Orkney-Inseln anzulaufen machen wir uns auf direktem Weg zu den Antarktischen Inseln. Die Süd-Orkney Inseln können wir aufgrund der Wetter- und Eissituation vergessen. Das Programm Wollen und Dürfen ist wieder angesagt. Plan B des Kapitäns sieht vor, dass wir einen Bogen westlich machen um dem Unwetter nicht frontal zu begegnen. Dass dieser Umweg schlussendlich 500 Seemeilen lang ist, immerhin fast 1000 Kilometer, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Die Nacht war etwas bewegt und auch jetzt kämpft sich unser Bremchen tapfer durch den südlichen Ozean. Beaufort 4-5, und ich fühle mich so richtig wohl. Ich mag es, wenn ich merke, dass ich auf einem Schiff bin. Vorsorglich sind schon überall Sea-Sick-Bags, auf gut Deutsch Kotzbeutel, montiert worden. Auch können wir schon die Disziplinen  „immer mit der Welle gehen" und „eine Hand fürs Schiff und eine für den Mann" üben. Es wird nämlich noch heftiger werden. Wir haben aber grosses Glück. Das Schiff stampft nur und rollt nicht. Ab und zu kommt zwar eine Dünung, aber im erträglichen Mass. Das hört und fühlt sich dann etwa so an wie wenn man rumpelnd eine Schwelle überfährt und gleichzeitig geht’s rauf und runter. Schlimm ist das nicht. Jedenfalls essen fast alle Passagiere mit grossem Appetit weiter.
Beim Aperitif tritt dann Tina, unsere heissgeliebte Servicekraft  mit ernstem Gesicht an unseren Tisch und fragt, ob sie uns ein Anliegen unterbreiten darf. Ratlos sehen wir uns an, aber irgendwie sicher, etwas falsch gemacht zu haben. Ab und zu passen wir wirklich nicht ganz in’s Schema. „Natürlich, was hast Du denn auf dem Herzen". „Hiermit möchte ich mich offiziell um die Aufnahme in den Pinguin-Club bewerben". Ha, der Pinguin-Club! Dass wir Vorstandsmitglieder täglich mehrmals das Bestehen unseres Clubs feiern, Zeit haben wir ja genügend, und auch das Emblem, unsere Pinguin-Pins immer tragen ist Tina natürlich nicht entgangen. So halten wir unsere erste ausserordentliche Generalversammlung ab. Allerdings erst nachdem der Schriftführer aus der Kabine geholt wird um das Ergebnis zu protokollieren. Der Schriftführer ist übrigens Andrea’s gestrickter Pinguinmann, den sie in Stanley, auf den Falklands gekauft hat. Ich habe die Pinguinfrau gekauft. Einstimmig beschliessen wir die Aufnahme von Tina und feierlich wird sie in den Club aufgenommen. Uwe wird zum Pin-Anstecker für weibliche Personen bestimmt. Zum Glück hat auch Rémy in Stanley noch einige dieser Pins gekauft.
Übrigens hat unser Club schon am 18. November unerwartet Zuwachs bekommen. Christiane und Manfred, unsere Freunde aus Berlin, schrieben folgendes mail: „Wir haben gestern drei Folgen „Terra X - Eisige Welten" gesehen und haben jetzt locker 10 Millionen Pinguine Vorsprung. Aber die holt Ihr in Südgeorgien ratz, fatz wieder auf. Wir fühlen uns aber legitimiert, heute den Pinguin Club Sektion Berlin zu gründen und rufen allen Mitgliedern ein tief empfundenes Prost zu. Sektion Berlin wird Euch trinkmässig keine Schande machen".
Und zwei Tage später wird Saskia ebenfalls in den Club aufgenommen, nachdem sie mit ihrem unnachahmlichen Schmollmund an unserem Tisch steht und meint, dass es absolut nicht gerecht sei, dass Tina im Club ist und sie nicht. Ja Mädchen, uns muss man nur fragen! Wir hätten doch nie gedacht, dass jemand freiwillig beitreten will. Am zweitletzten Tag der Reise bekam dann noch einer die Ehre. Allerdings als Zwangsmitglied.
Natürlich haben wir den sehr interessanten Rückblick unserer Lektoren auf Südgeorgien um 18.15 Uhr nicht ausgelassen. Ab und zu tun wir schon etwas für unsere Bildung. Auch wenn’s nicht immer danach aussieht.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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