16.11.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Freitag, 16. November 2012 – Volunteer Beach und Stanley
Falkland Inseln / Britisches Überseegebiet

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Heute müssen wir sogar den Wecker stellen, da das Ankerkettenrasseln um 06.00 Uhr zu spät wäre um den Zodiac-Slot für die Gruppe Grün um ca. 07.00 Uhr einzuhalten. Die Anlandung an der Volunteer Beach ist abenteuerlich. Die Wellen sind hoch und schon von weitem sehen wir, dass die Matrosen und Stefan, die jeweils die Zodiacs aus dem Wasser fischen und möglichst nah an die Anlandestelle ziehen, bis zum Bauch im Wasser stehen. Da ich gestern schon einen Gummistiefel mit Wasser gefüllt habe bin ich nun beim Aussteigen hochkonzentriert. Es ist eigentlich auch ganz einfach. Zur Seeseite schauen, ein Bein über den Zodiacrand schwingen, das zweite Bein ebenfalls und zwischen zwei Wellen, wenn der Matrose „jetzt“ sagt, sofort die Füsse ins Wasser und schnell aus dem Meer waten. Mein Matrose hat aber nicht den besten Tag. Erst dreht er mich zur Landseite und als ich protestiere und mich umdrehe, sagt er schon „jetzt“ und zieht mich ins Wasser. Leider in eine grosse Welle. Er schaut mich völlig verstört an und sein „Sorry Madam, I was very confused“ hilft mir auch nicht viel weiter, denn der linke Gummistiefel schon wieder mit kaltem Wasser gefüllt. Nach dem nassen Gummistiefel von gestern hat Rémy aber Ersatzsocken im Rucksack. Was zwar nicht viel hilft, da die Gummistiefel gefüttert sind und das Futter ja nass ist. Aber immerhin. Als ich nach dem Landgang zur Rezeption gehe, um wie schon gestern neue Gummistiefel zu ordern meint die nette Dame leicht sarkastisch: “Sollen wir neue Gummistiefel nun täglich im Abonnement in die Kabine liefern?  Dann brauchen Sie nicht immer hier vorbei zu kommen.“
Aber zurück zur Volunteer Beach. Es ist unglaublich. Wie auf den Malediven. Strahlendes Wetter, türkisfarbenes Meer, weisser Sandstrand. Nur die vielen Pinguine, unsere Kleidung, die Temperatur und mein eiskalter linker Fuss passen da irgendwie nicht in’s Bild. Heute sehen wir Magellanpinguine, Königspinguine, einige Eselspinguine und Wuschelpinguine. Wuschelpinguine sind braune Kugeltiere. Für mich. Für unsere Lektoren sind das Jungtiere im braunen Federkleid, welche im vergangenen Frühling zur Welt gekommen sind.
Es ist ein wunderschöner Spaziergang über die Insel aber die Zeit drängt. Um 10.00 Uhr wird der Anker hochgezogen und wir machen uns auf den kurzen Weg nach Stanley, dem Hauptort der Falklandinseln.
Zum Mittagessen, welches wir wie das Frühstück immer noch draussen einnehmen hat es unglaublich gute Burger in allen Variationen. Bereits um 12.30 Uhr liegen wir wieder auf Reede. Während die Zodiacs klargemacht werden hängen wir an der Reling und bestaunen Stanley. Was für hübsche und farbige Häuschen. Und das immer noch bei schönstem Wetter. Glück gehabt, denn scheinbar regnet oder schneit es hier meistens. Wir freuen uns auf den Landgang. Vor allem, weil wir normale Schuhe anziehen können, da unsere Zodiacs  am Steg anlegen dürfen. In Stanley laufen wir dann der Uferpromenade entlang bis zum Museum. Birgitt
nimmt wegen ihres Knies den Shuttlebus. Dahin unterwegs schauen wir uns alles an was dieser sehr überschaubare Ort mit 2000 Einwohnern zu bieten hat. Die Kirche, das Kriegsdenkmal, den Thatcher Drive und natürlich das Museum. Für mich eher ein Flohmarkt aber superschön gemacht. Vieles erinnert noch an den Krieg vor 30 Jahren. Ich verstehe nicht ganz, warum England und Argentinien zusammen rund 1‘000 Menschen und viele Milliarden geopfert haben um diese Felshaufen ihr Eigentum zu nennen. Jetzt lese ich aber auf Wikipedia, dass hier rund 60 Milliarden Barrel Öl vermutet werden. Ein Barrel ist immerhin rund 160 Liter. Nun hingegen verstehe ich wieder alles.
Auf dem Rückweg vom Museum zum Steg nehmen auch wir den kostenlosen Shuttlebus, da die Zeit langsam knapp wird und wir unbedingt noch in‘s letzte Pub vor Ushuaia wollen.
Im Museum hat Andreas Pinguin Pins für uns gekauft. Die werden uns nun vor dem Museum feierlich angesteckt und im Pub angekommen gründen wir spontan den Pinguin-Club. Andrea ist die Vorstandvorsitzende, Uwe unser Pressesprecher und Frauenbeauftragter, Andreas, Rémy und ich sind Vorstandsmitglieder. Auf was man nicht alles kommt, wenn man komisches Bier trinkt und endlich wieder mal gute Musik hört. Von nun an ist es Ehrensache, dass diese Pins immer getragen werden. Zum Glück kauft Rémy auch noch ein paar von diesen Dingern, da unser Club im Laufe der Zeit unerwartet Zuwachs bekommt.
Zwei wunderschöne, ereignisreiche Tage auf den Falklands liegen hinter uns und um 17.00 Uhr heisst es Anker hoch und weiter geht’s Richtung Südgeorgien. 1428 Kilometer oder zwei freie Tage liegen vor uns. Das Leben ist einfach schön.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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8. REPLIK:

by Manfred Reich, Freund aus Berlin, aufmerksamer Beobachter, selber seit kurzem bekennender Kreuzfahrer und bekannt als einer, der den Tatsachen fadengerade ins Auge sieht!

Beim Schiffsarzt

Am Morgen kommen die Gründelmayer und ihr Mann, der Fotograf in den Behandlungsraum des Schiffsarztes, beide mit einer Platzwunde auf der Stirn.

Doc:  Das sieht übel aus, wie ist das passiert?

G:  Beim Umziehen.

Doc:  Gefällt Ihnen Ihre Kabine nicht mehr?

G:  Nein Umziehen im Sinne von Kleider wechseln.

Doc:  Aber so klein sind die Kabinen doch auch wieder nicht.

G:  Wir waren unter dem Bett.

Doc:  Entschuldigung, ich wollte wirklich nicht in Ihre Privatsphäre eindringen. Aber ohne Sorge, ich bin sehr tolerant. Außerdem soll sogar ein bekannter Tennisspieler in einer Besenkammer... und da soll es auch einen Unfall gegeben haben.

G:  Nein, nein, nicht was Sie meinen. Wir bewahren unsere Kleider dort auf.

Doc:  Unter dem .. haben Sie Angst, dass sie gestohlen werden?

G:  (leicht genervt) Nein, das hat andere Gründe.

Doc:  So ich bin auch schon fertig, die Wunden sind versorgt, die Pflaster können Sie in 3 Tagen wieder abnehmen. Eine private Frage hätte ich doch noch. Aus welcher Gegend in der Schweiz kommen Sie?

G:  (jetzt sichtlich angefressen)  Wir wissen was ein Kleiderschrank ist. (Rauscht mit Ihrem Ehemann ab.)

F:  Ich hätte ein Beweisfoto vom Unfallhergang machen sollen. Ich mache so viele Fotos und wenn ich wirklich mal eins brauche hab’ ich keins. Aus der Geschichte kommen wir nie wieder raus.

Der Schiffsarzt und der Kapitän sitzen beim Mittagessen.

Doc:  Ich muss Ihnen eine Geschichte erzählen, die werden Sie nicht glauben. Heute morgen kommen die Gründelmayer und der Fotograf, beide am Kopf verletzt.

K:  Hören Sie auf, ich will es nicht wissen. Ich will es nicht wissen. (lässt seinen Teller stehen und flüchtet)

Abends an der Bar, die Gründelmayer und der Fotograf kommen zum Absacker. Die übrigen Barbesucher stecken die Köpfe zusammen und fangen an zu tuscheln.

Bk:  (nach dem 1.Glas zur Gründelmayer.) Das sieht wirklich nicht gut aus, aber ich hätte eine Mütze übrig, die könnte ich Ihnen überlassen.

G:  (deutet wortlos auf ihr leeres Glas)

Bk:   (schenkt großzügig nach und schaut Sie voller Mitgefühl an)  Haben Sie Heimweh?

F:  Ich bin nur noch müde, ich geh’ ins Bett.  (alle Köpfe drehen sich zu ihm). Ich sagte INS Bett.


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