13.11.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Dienstag, 13. November – Auf See, Kurs Falkland Inseln / Britisches Überseegebiet

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Etwas verwirrt lese ich im Tagesprogramm, dass in der kommenden Nacht die Borduhren eine Stunde zurückgestellt werden. Wir sind dann auf UTC minus 3. UTC heisst Universal Time Coordinated, die koordinierte Weltzeit und ist seit 1972 die heute gültige Weltzeit. Irgendwie ist mir, dass wir schon auf UTC minus 3 sind. Und tatsächlich finde ich im Tagesprogramm vom Donnerstag 8. November, dass wir heute Nacht die Uhren umstellen müssen und uns dann auf UTC minus 3 befinden. Da es mit unserem Schneckenpost-Internet aber zu lange dauern würde, bis ich die Weltkarte mit Zeitzonen heruntergeladen hätte um mir das mal genauer anzusehen und es taktisch geschickter ist, nichts anzuzweifeln was von der Brücke kommt, unternehme ich mal wie immer nichts. So 14 Tage nur Wasser machen extrem gleichgültig.
Ich habe auch gar keine Zeit. Denn heute ist ein wichtiger Termin in der Panorama Lounge. „10.00 – 10.30 Uhr Parka & Gummistiefelausgabe für Gäste von Deck 3, 4 und 7". Die bekommt man nämlich für die Dauer der Reise als Leihgabe. Der rote Parka ist sehr praktisch und warm, vielleicht etwas zu kleine Taschen. Die Gummistiefel sind gefüttert und bequem. Ich hoffe, meine Vorgängerin hatte keinen Fusspilz. Aber ich habe mir ja Thermo-Einlagesohlen mitgebracht.
In der Panorama Lounge kommt nun echtes Expeditions-Feeling auf. Wir bewundern uns alle gegenseitig und die Stimmung ist aufgekratzt, weil, bald geht es los. Von nun an sind die Gäste die Rotjacken, während das Expeditionsteam gelb und der Kapitän dunkel gekleidet sind. Die Zodiacfahrer und Matrosen die uns an der Docking-Station vom Schiff in’s Zodiac befördern und die Matrosen, die unsere Zodiacs an der Anlandestelle aus dem Wasser fischen haben schwarz/orange wasserfeste Outdoor-Bekleidung an. Natürlich nur während der Ausbootungen. Das gibt Sinn. In einem Notfall muss jeder wissen, wer was ist.
Allerdings tragen die meisten Gäste von nun an auch an Deck den roten Parka. Es wird kühler.
Während wir auf dem Lidodeck genüsslich etwas süffeln findet eine  grössere Sicherheitsübung der Besatzung statt. Zuerst werden über Lautsprecher verschiedene Codes durchgegeben und die Crew weiss exakt, was sie nun zu tun hat. Wir als Gäste wissen nur, wenn wir in der Kabine das Schiffshorn sieben Mal kurz und einmal lang hören müssen wir umgehend zu unserer Rettungsstation. Mit angezogener Rettungsweste und möglichst warm angezogen, und wenn möglich persönliche Medikamente dabei haben. Aber bitte nicht mit gepackten Koffern! Sind wir sonst irgendwo, sofort zur Rettungsstation. Es hat genügend Rettungswesten überall auf dem Schiff. Und wenn Mann oder Frau über Bord fällt, Rettungsring ins Wasser werfen, 911 anrufen und versuchen, die Person im Auge zu behalten. Und in einem bin ich mir zu tausend Prozent sicher, wenn unsere MS Bremen in Not gerät, der Kapitän würde nicht zufälligerweise in ein Rettungsboot fallen und uns im Stich lassen.
Übrigens, das Zeitproblem mit UTC minus 3 wurde irgendwann in den nächsten Tagen, ich erinnere mich nicht mehr genau wann, elegant gelöst. His Masters Voice sprach exakt um 16.00 zu uns, dass es nun schon 17.00 Uhr ist. Die Servicecrew war verblüfft, findet doch der Programmpunkt „Kaffee und Kuchen" täglich zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr statt und sie hatte eben erst für diesen heiligen Event aufgedeckt. Und war ratlos, ob sie nun alles wieder abräumen muss. Und wie mir Tobias später sagte, kam auch die Küche ziemlich in’s rotieren, da ihr eine Stunde fehlte.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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