11.11.2012 - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Sonntag, 11. November 2012 – Montevideo / Uruguay

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Das zweite Mal seit 14 Tagen dass wir den Wecker stellen müssen. Birgitt und Rémy haben den Ausflug „Montevideo & Weingut Juanico“ gebucht. Pit, Irene, Andrea, Andreas und ich die „Stadtrundfahrt Montevideo“. Und beide Ausflüge beginnen um 09.00 Uhr. Und vorher wollen wir ja noch einigen aussteigenden Gästen Lebewohl sagen. Vor allem Jochen natürlich. Der Abschied fällt uns sehr schwer, auch Jochen. Es war eine schöne und lustige Zeit mit ihm. Wir werden ihn sehr vermissen. Eine letzte Umarmung und schon müssen wir zu unseren Bussen.
Da es heute Sonntag ist haben wir fast keinen Verkehr und kommen zügig voran. Immerhin hat Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, ca. 1,3 Millionen Einwohner. Es fällt uns aber auf, wie viele Polizisten und Sicherheitsleute überall herumstehen. Eigenartig, denn Uruguay zählt zu einem der sichersten Länder Lateinamerikas. Wie aber unser Reiseleiter erklärt, stehen die herum da am Nachmittag ein unheimlich wichtiges Fussballspiel stattfindet. Wir werden  von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren, wobei ich allerdings sagen muss, keine hat mich so richtig aus den Schuhen geworfen. Die Architektur ist aber sehr interessant. Da ist jede Stilrichtung vertreten. Hier durfte sich jeder Architekt mal austoben. Und unser Guide macht die Sache ausgezeichnet, da er immer seine, sehr persönliche Geschichte in die doch eher trockene Materie einbringt.
Gegen 12.30 ist unser Ausflug beendet und da der Weingut-Ausflug erst gegen 16.00 Uhr zurückerwartet wird und die rund 80 neu ankommenden Passagiere erst ab ca. 16.00 zusteigen dürfen, geniessen wir ein relaxtes Mittagessen auf dem Schiff. Später hängen Andrea, Andreas und ich an der Reling und begutachten die neuen Passagiere. Da stehen sie dann unten an der Pier und süffeln vor dem Einschiffungsprozedere erst mal Champagner. Wir aber, die „Alten“ stehen oben, ganz ohne Champagner und taxieren die neuen Gäste sehr kritisch. Wir hätten sofort ein paar Hausverbote erteilt. Auch fällt uns auf, dass der Altersdurchschnitt sich nach unten bewegt. Der Hauptanteil ist zwar immer noch Ü-70, aber die paar Jungen die zusteigen, könnten unsere Kinder sein. Christian, ein superlieber Kellner erbarmt sich dann und bringt auch uns formvollendet Champagner nach oben. Unterdessen sind Birgitt und Rémy von ihrem Ausflug zurück und wir warten gemeinsam auf die Ankunft von Uwe. Und endlich ist er da, die Freude ist riesengross. Aber lange erzählen können wir uns gegenseitig nicht, da um 18.30 Uhr wieder einmal die SOLAS (Safety Of Life At Sea), gut deutsch die Seenotrettungsübung stattfindet. Obligatorisch für alle, also auch für uns „alte Passagiere“. So gehen wir mal unsere Schwimmwesten holen. Auch wenn so eine Übung von den Gästen meistens als Happening gewertet wird, ich nehme das ernst und höre auch das x-te Mal noch aufmerksam zu. Ich finde es wichtig, dass ich weiss wie ich mich in einem Notfall zu verhalten habe. Und nicht der Crew in einer kritischen Situation das Leben noch unnötig schwerer mache.
Um 19.00 Uhr heisst es dann endlich Leinen los. Die zweite Reise beginnt: „Kraft und Magie des Eises“. MS Bremen nimmt Kurs auf die Falkland Inseln. 1037 nautische Meilen oder 1920 Kilometer liegen vor uns. Dort ankommen werden wir aber erst am Donnerstag.
Beim Abendessen stellen wir fest, dass der Lärmpegel im Restaurant zugenommen hat. Kein Wunder, sind wir doch jetzt über 140 Passagiere und alle Tische sind besetzt.  
Auch unser allabendlicher Absacker auf dem Lidodeck ist nicht wie immer. Da sitzen doch wildfremde Personen an unserem gewohnten Tisch. Das muss man sich mal vorstellen. An unserem Tisch!! Das ist etwa so, wie wenn man nach Hause kommt und das ganze Wohnzimmer ist voll mit Menschen die man nicht kennt. Und auch nicht eingeladen hat.


Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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4. REPLIK:

by Manfred Reich, Freund aus Berlin, aufmerksamer Beobachter, selber seit kurzem bekennender Kreuzfahrer und bekannt als einer, der den Tatsachen fadengerade ins Auge sieht!

Abschiedsfeier in Montevideo

Erwin und der Barkeeper sind wieder fit und aus der geschlossenen Abteilung entlassen.

Alle Crewmitglieder, die in Montevideo das Schiff verlassen werden vom Kapitän im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet.

Der Kapitän kommt zum Schluss seiner Rede:

......... und zum Schluss habe ich noch eine kleine Überraschung. Mit tatkräftiger Unterstützung von Tisch 37 habe ich „Kapitänsfusel" als eingetragenes Warenzeichen schützen lassen und unser Barkeeper, der bei der „Mann über Bord" Übung etwas zu viel leiden musste erhält als Wiedergutmachung das exklusive Recht für Vertrieb und Ausschank in seiner Kneipe, die er im Hafen von Montevideo gekauft hat. Alle Mitglieder von Tisch 37 dürfen sich in dieser Kneipe auf meine Kosten mit Kapitänsfusel voll laufen lassen.  

Und noch etwas. Unser Chief hat den PC von diesem Typen gehackt, der den ganzen Unsinn über uns verzapft und ein Programm eingeschleust, das ein für alle Mal Schluss macht mit dem Geschreibsel und das wird genau in diesem Moment aktiviert.

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