26.11.2012 - II - steineggerpix.com

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Impressions of our Holiday Expedtion Cruise with MS Bremen / Hapag-Lloyd to Antarctica 2012

October 27th - December 5th, 2012: Lugano - Tenerife - Montevideo - Falkland Islands - South Georgia - South Shetlands -
Peninsula Antarctica - Drake Passage - Kape Hoorn - Ushuaia - Buenos Aires - Iguacu Waterfalls - Lugano

written by vreni steinegger / pictures shot by rémy steinegger for fun ...

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Montag, 26. November 2012 – Teil 2 - Port Lockroy / Wiencke Island  / Antarktisvertrag

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Bei unserer späten Anlandung auf Port Lockroy, und das bei schönstem Wetter, sehe ich steuerbord einen vermeintlich leeren Zodiac vor sich hindümpeln. Aber Toddo, unser Zodiac-Chef liegt darin und geniesst völlig relaxt ein Sonnenbad. Das hat er sich auch verdient, nach so vielen Fahrschülern. Ich habe zwar keine Ahnung wie man Zodiac-Chef und Ausbildner wird und ob das überhaupt ein Beruf ist. Aber Hapag-Lloyd hat ein goldenes Händchen dafür, die richtigen Leute für diesen Job auszuwählen. Schon in der Arktis hatten wir einen ganz taffen Zodiac-Chef. Andrea und ich wollen schon lange, in Anerkennung der Leistung die das Zodiac- Team bringt, mal einen, zwei  Kasten Bier an der Bar erwerben und in die Tiefen des Schiffes bringen lassen. Wir können leider nicht da runter – Crew only! Aber nach Rücksprache mit Toddo meint er: „Seid Ihr wahnsinnig, wir haben einen Crew-Shop und für das was Ihr an der Bar dafür bezahlt, kriege ich im Shop die vielfache Menge an Bier. Gebt mir das Geld und ich organisiere das für meine Leute“. Und das tat er auch.  
Die Anlandung auf Port Lockroy ist dann ziemlich eisig und führt mit hohen Stufen auf die Insel, aber dank helfender Hände schaffen wir auch das. Viele Eselspinguine und Vögel wohnen hier. Wir begrüssen und bewundern auch alle die wir sehen. Aber ich merke, dass frei herumlaufende Pinguine nun schon dermassen zum Alltag gehören, dass es völlig normal ist, dass sie immer um uns herum sind. Und ich bin mir gar nicht bewusst, dass wir sie nur noch einmal sehen werden.
Aber jetzt ist Power-Shopping angesagt. Seit Stanley, auf den Falklandinseln, haben wir ja nie mehr einen Shop gesehen. Ausser dem kleinen Laden auf der MS Bremen. Auf Grytviken in Südgeorgien wäre noch einer gewesen, aber da hatte ich keine Zeit.
Nachdem die Station Port Lockroy über 30 Jahre unbenutzt war, wurde das Haupthaus 1996/1997 restauriert und in ein kleines Museum mit Souvenirshop umgewandelt. Was aber absolut toll ist, man kann hier Postkarten schreiben, Marken kaufen und die Karten von hier aus abschicken. Sofern es sich nicht um Eilpost handelt. Die Post wird abgeholt, sobald sich wieder einmal ein Schiff hierher verirrt. Rémy schreibt dann auch fleissig an unsere Familien. Aber ausser seinen Eltern, die sich anfangs Januar für die Karte bedankt haben, hat niemand die Postkarte erhalten. Wir sind sehr betrübt. Denn sie werden wahrscheinlich nie mehr eine Karte mit einem Stempel von so weit im Süden erhalten.
Mir hätte noch ein Polo-Shirt gefallen, aber meine Grösse ist leider schon ausverkauft. Das kommt daher, dass die Gruppen Weiss, Blau und Rot, die ja schon vor uns da waren, den Laden geplündert haben. Wahrscheinlich haben die Passagiere erste Anzeichen von Shopping-Entzugserscheinungen.
Aber für Saskia haben wir noch ein Handarbeits-Set für Kreuzstichtechnik gekauft. Motiv, ein Pinguin! Damit sie weiss wie sie ihre freie Zeit von ca. 5 Stunden täglich, Schlafen inbegriffen, totschlagen kann. Selber schuld, sie hat gesagt, dass wir ihr etwas Landestypisches mitbringen sollen, da sie keinen Freigang hat. Das ratlose Staunen, als wir ihr das Geschenk übergeben lässt mich vermuten, dass sie keine Ahnung hat was ein Kreuzstich ist. Aber da sie uns im Sommer besuchen will, kann ich es ihr ja beibringen.
Um 19.00 Uhr werden wir wieder abgeholt und haben dann richtig Stress. Zum Schiff zurück, Gummistiefel putzen, in die Kabine eilen, raus aus den einen Klamotten, rein in die anderen Klamotten. Denn Abendessen ist angesagt da wir anschliessend um ca. 21.15 Uhr den Lemaire Kanal erreichen werden.
Der sagt mir zwar nicht viel, nur dass wir ihn befahren werden. So kann ich auch nicht wissen, dass diese Passage ein weiteres, grossartiges Highlight dieser Reise werden wird.

Kommentare an die Autorin sind willkommen!


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